Forscher haben den Einfluss einer suboptimalen Ernährung auf die Morbidität und auf die Mortalität nicht übertragbarer Erkrankungen in 195 Ländern systematisch untersucht. Für das Jahr 2017 kamen sie zu dem Ergebnis, dass 22 % der weltweiten Todesfälle Folge von Ernährungsfehlern waren. Darüber hinaus wurde das Leben von 255 Millionen Menschen durch Erkrankungen beeinträchtigt, die durch eine optimale Ernährung vermeidbar gewesen wären. Spitzenreiter unter den Risikofaktoren waren eine zu hohe Natriumzufuhr (> 3 g/Tag) und eine zu geringe Aufnahme von Vollkorngetreide (< 125 g/Tag) mit je 3 Millionen Todesfällen, gefolgt von einem zu geringen Obstkonsum (< 250 g/Tag), der 2 Millionen Todesopfer forderte. Zu den weiteren Risikofaktoren gehörte der unzureichende Verzehr von Nüssen und Samen, Gemüse und Omega-3-Fettsäuren bzw. ungesättigten Fettsäuren. Damit zeigt die Studie, dass eine Unterversorgung mit bestimmten Nahrungsmitteln einen erheblichen Einfluss auf die Lebenserwartung und die Lebensqualität der Weltbevölkerung hat. Sie macht ferner deutlich, dass es nicht ausreicht, wenn sich Interventionsprogramme auf zu hohe Konsum von einzelnen Nahrungsmitteln konzentrieren. Autorin: Sabine Ritter