Fachforum
Naturheilpraxis 08/2020

Omega-3-Fettsäuren bei Depressionen

Natürliche Therapie ohne Nebenwirkungen?

Depressionen sind psychische Störungen, die nach heutigem Erkenntnisstand auch durch Entzündungsprozesse hervorgerufen werden können. Da sich bei depressiven Menschen häufig erhöhte Entzündungsmarker finden lassen, stellt die Behandlung mit antientzündlich wirkenden Omega-3-Fettsäuren eine interessante Therapieoption dar.

Ein Beitrag von Philipp Gebhardt und Dr. med. Frank Ingwersen
Lesezeit: ca. 6 Minuten
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Depressionen sind gekennzeichnet durch gedrückte Stimmung, Antriebsminderung und Grübelneigung. Häufig ist das Selbstwertgefühl vermindert, die Leistungsfähigkeit nimmt ab und das Interesse an Dingen, die einem vorher Freude gebracht haben, geht verloren. Auch bei gesunden Menschen kann es beispielsweise im Zusammenhang mit Verlusterfahrungen zum Auftreten entsprechender Symptome kommen, die normalerweise nach einer bestimmten Zeit von selbst vorübergehen. Möglich ist, dass die Beeinträchtigungen unverhältnismäßig lange anhalten bzw. in ihrer Ausprägung in einem unangemessenen Verhältnis zu den auslösenden Faktoren stehen, so dass von einer Erkrankung gesprochen werden kann. Nach Daten der Studie des Robert-Koch-Instituts (DEGS1, 2013) zur Gesundheit der Erwachsenen in Deutschland liegt die Prävalenz von Depressionen in Deutschland im Bereich von 8,1 %, wobei Frauen (etwa 10,2 %) häufiger als Männer (etwa 6,1 %) betroffen sind.

Depressionen, Entzündungsprozesse und Omega-3-Fettsäuren

Die Inzidenz von Depressionen ist in der westlichen Welt seit Jahrzehnten ansteigend. Dabei hat sich im gleichen Zeitraum auch die Ernährung deutlich verändert, wobei die Aufnahme von mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren im Verhältnis zu einer Zunahme an Omega-6-Fettsäuren sank. Dies führte in unserer gegenwärtigen Ernährung zu einem geschätzten Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren von ca. 20:1. Man nimmt an, dass Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung des Menschen vor etwa 10 000 Jahren, vor Beginn des Ackerbaus, in einem ausgeglichenen Verhältnis enthalten waren.

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Naturheilpraxis 08/2020

Erschienen am 03. August 2020