Depressionen sind psychische Störungen, die nach heutigem Erkenntnisstand auch durch Entzündungsprozesse hervorgerufen werden können. Da sich bei depressiven Menschen häufig erhöhte Entzündungsmarker finden lassen, stellt die Behandlung mit antientzündlich wirkenden Omega-3-Fettsäuren eine interessante Therapieoption dar.

Depressionen sind gekennzeichnet durch gedrückte Stimmung, Antriebsminderung und Grübelneigung. Häufig ist das Selbstwertgefühl vermindert, die Leistungsfähigkeit nimmt ab und das Interesse an Dingen, die einem vorher Freude gebracht haben, geht verloren. Auch bei gesunden Menschen kann es beispielsweise im Zusammenhang mit Verlusterfahrungen zum Auftreten entsprechender Symptome kommen, die normalerweise nach einer bestimmten Zeit von selbst vorübergehen. Möglich ist, dass die Beeinträchtigungen unverhältnismäßig lange anhalten bzw. in ihrer Ausprägung in einem unangemessenen Verhältnis zu den auslösenden Faktoren stehen, so dass von einer Erkrankung gesprochen werden kann. Nach Daten der Studie des Robert-Koch-Instituts (DEGS1, 2013) zur Gesundheit der Erwachsenen in Deutschland liegt die Prävalenz von Depressionen in Deutschland im Bereich von 8,1 %, wobei Frauen (etwa 10,2 %) häufiger als Männer (etwa 6,1 %) betroffen sind.