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Naturheilpraxis 07/2022

Nutriepigenetik – wie sekundäre Pflanzenstoffe die Gesundheit beeinflussen

Die Entgiftungsleistung der sekundären Pflanzenstoffe läuft im Wesentlichen auf der Genebene ab. So neigen bei vielen Menschen bestimmte Gene von Natur aus zu einer Entzündungsbereitschaft, was ein erhöhtes Risiko für entzündliche Erkrankungen zur Folge hat. Es kommt also darauf an, eine gesündere Genexpression zu unterstützen, das heißt hilfreiche Gene zu aktivieren bzw. hochzuregeln – also solche, die die Entgiftung fördern oder die Entzündungsbereitschaft senken – und ungünstige Gene abzuschalten. Hier kann die nutriepigenetische Prävention mit speziellen Nahrungsergänzungen unterstützen.

Ein Beitrag von Dr. Anja Bettina Irmler
Lesezeit: ca. 7 Minuten
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In den letzten Jahren hat sich ein Forschungsgebiet entwickelt, dessen Inhalte wir in seiner ganzen Dimension heute noch gar nicht überblicken können: die Epigenetik. Sie untersucht, wie äußerliche Einflüsse sich auf unsere Gene auswirken. Wenn diese äußeren Einflüsse sich auf die Ernährung beziehen, spricht man von Nutriepigentik. Im Kern geht es darum, unser Erbgut im Dienst der Krankheitsbekämpfung und -vorbeugung gezielt zu steuern.

Auch wenn das zunächst wie Zukunftsmusik klingt, muss man konstatieren, dass der Körper dies bereits seit Urzeiten mithilfe bestimmter Umweltreize tut. Der weit verbreitete Glaube, dass unsere Gene vorbestimmt sind und uns bis zum Tod prägen, ist also obsolet. Es ist vielmehr so, dass Ernährung oder andere äußerliche Einflüsse, wie beispielsweise Stress, die Aktivität unserer Gene vorübergehend oder sogar dauerhaft im Kindes- und Erwachsenenalter verändern können, und das teilweise über Generationen hinweg. Wenn also die Mutter gehungert hat, ist es durchaus wahrscheinlich, dass ihr Kind untergewichtig ist.

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Naturheilpraxis 07/2022

Erschienen am 01. Juli 2022