Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wirken analgetisch und antiinflammatorisch. Daher sind Substanzen aus dieser Stoffgruppe bei Arthrose-Patienten sehr beliebt. Sind die Arzneistoffe nicht verschreibungspflichtig, wie Ibuprofen, schließen die Betroffenen oftmals daraus, dass sie unbedenklich sind. Nach Auswertung von Daten, die im Rahmen einer Kohortenstudie mit mehr als 7 700 Arthrose-Patienten erhoben wurden, kamen Wissenschaftler der Universität von British Columbia in Vancouver jedoch zu dem Schluss, dass Arthrose-Betroffene ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Diesen Effekt führen die Forscher zu 41 % auf die Einnahme von NSAR zurück, wobei deren Einfluss auf das Erkrankungsrisiko für ischämische koronare Herzerkrankungen oder Apoplex größer ist als für Herzinsuffizienz. Kardiovaskuläre Langzeitfolgen der Einnahme von NSAR wurden schon lange vermutet und werden auch in den Gebrauchsanweisungen der Medikamente aufgeführt. Diese Studie bestätigt die bisherigen Vermutungen. Patienten, die regelmäßig NSAR einnehmen, sollten auf dieses Risiko hingewiesen werden. Zudem sollten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ausgeschlossen werden. Autorin: Sabine Ritter