Die Impfquoten fallen bei den Erwachsenen in Deutschland sehr niedrig aus. Das geht aus der erstmals vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Übersicht der aktuellen Schutzraten aller Erwachsenenimpfungen hervor. Selbst bei Diphtherie und Tetanus sorgt nur jeder Zweite für ausreichenden Schutz durch Auffrischung der Impfung. Die Zielvorgaben der WHO von 75 Prozent bei der Influenza-Impfung werden in Deutschland deutlich verfehlt, auch in den Zielgruppen: Senioren über 60 Jahren erreichten im vergangenen Winter nur eine Quote von 39 Prozent, chronisch Kranke 32 Prozent und Schwangere 17 Prozent. Die Quoten der Pneumokokken-Impfung liegen in den Zielgruppen der Senioren über 60 und der chronisch Kranken bei lediglich 24 bzw. 19 Prozent. Die FSME-Impfquoten in Risikogebieten liegen bundesweit bei 17 Prozent, wobei die Schutzrate vor allem bei Erwachsenen ab einem mittleren Alter gering ausfällt. Da gerade in dieser Gruppe ein hohes Komplikationsrisiko bei FSME-Infektion besteht, ist dies bedenklich. Gegen Masern haben sich im vergangenen Jahr nur 1,1 Prozent der Erwachsenen impfen lassen, in den zehn Jahren zuvor waren es noch knapp 10 Prozent. Bloß bei Pertussis ist die Schutzrate angestiegen, sie liegt mittlerweile bei etwas über 40 Prozent.

Quelle

ÄrzteZeitung. n.rpv.media/249