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Naturheilpraxis 01/2021

Nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) und Zink

Chronische Lebererkrankungen sind in der Regel mit einem Zinkmangel assoziiert. Die NAFLD ist die am weitesten verbreitete Lebererkrankung der Industrienationen mit der höchsten Prävalenz bei über Sechzigjährigen. Etwa ein Drittel der Erwachsenen hat eine durch Fetteinlagerung vergrößerte Leber, wobei sich deren Anzahl stetig erhöht. Inzwischen hat sogar schon jedes dritte übergewichtige Kind eine NAFLD. Aber auch schlanke oder nur leicht übergewichtige Menschen können betroffen sein.

Ein Beitrag von Heike Lück-Knobloch
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Die NAFLD ist die wichtigste hepatische Manifestation der Insulinresistenz und des metabolischen Syndroms. Durch eine NAFLD steigt nicht nur die Wahrscheinlichkeit für weitere Lebererkrankungen wie die nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH) an, sondern auch für kardiovaskuläre- und Tumorerkrankungen. Dies beeinflusst zudem das Mortalitätsrisiko. Bei der NASH tragen oxidativer Stress und genetische Faktoren zum Entzündungsgeschehen bei.

Dem Spurenelement Zink werden antientzündliche und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben. Bei Patienten mit metabolischem Syndrom oder Diabetes mellitus hat Zink günstige Effekte auf die Insulinresistenz und oxidativen Stress gezeigt. Bei einem Zinkmangel verschlechtert sich dagegen die Insulinresistenz.

Die häufigsten Gründe für eine NAFLD sind neben einer genetischen Prädisposition ungesunde Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel. Zudem können einige Medikamente eine NAFLD fördern, z. B. das Antiarrhythmikum Amiodaron, Glukokortikoide, Tamoxifen, der Kalziumkanalblocker Diltiazem, Valproinsäure, Tetrazykline, Acetylsalicylsäure, Didanosin und Stavudin (antivirale Wirkstoffe, die bei einer HIV-Infektion eingesetzt werden), Methotrexat, aber auch Ecstasy (MDMA). Einige Pilzgifte, chlorierte Kohlenwasserstoffe oder Metalle (Antimon, Bariumsalze, Borate, Chromate, Phosphor, Kupfer) sind weitere mögliche Auslöser einer Fettleber.