In der seit Mai 2018 gültigen neuen „S3-Leitlinie – Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa“ unterstützen die Autoren zum Teil sogar einvernehmlich drei pflanzenbasierte Therapieansätze, zwei körperorientierte Verfahren und die Akupunktur.
Flohsamen kann danach komplementär im Rahmen einer remissionserhaltenden Behandlung eingesetzt werden. Kurkumin und die Kombination aus Kamille, Myrrhe und Kaffeekohle werden dagegen sowohl zur Remissionsinduktion als auch zum Erhalt der Remission befürwortet. Allerdings wurde Kurkumin bisher nur komplementär zu einem Aminosalicylat (Mesalazin oder Sulfasalazin) untersucht. Daher bezieht sich die aktuelle Empfehlung nur auf eine entsprechende Koadministration.
Außerdem ist der Leitlinie zufolge die Akupunktur zur Begleittherapie der Colitis ulcerosa im leichten bis moderaten Schub geeignet. Als komplementäre Verfahren zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen werden darüber hinaus die achtsamkeitsbasierten Methoden der Mind-Body-Medizin und Yoga empfohlen. Autorin: Sabine Ritter