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Naturheilpraxis 08/2020

Naturheilkundliche Therapie bei erhöhten Pap-Werten

Die naturheilkundliche Therapie bei erhöhten Pap-Werten ist eine vielversprechende und lohnenswerte Angelegenheit und sollte in der beschriebenen Form den Pap-Wert bis zur nächsten Nachkontrolle unauffällig werden lassen – jedenfalls solange noch keine bedrohliche Entartung vorliegt.

Ein Beitrag von Christian Heimüller
Lesezeit: ca. 10 Minuten

Sobald der Wert Pap III oder IIID übersteigt oder wenn gar ein „Carcinoma in situ“ vorliegt, kann die Behandlung bestenfalls eine Begleitbehandlung zur Schulmedizin sein – wenn auch eine sehr sinnvolle.

Die Therapie an sich ist einfach; es muss nur sehr sorgfältig die Auswahl der therapeutischen Ebenen erfolgen, denn der Bedingungskomplex für Vaginalschleimhautveränderungen ist äußerst vielschichtig. Aufgrund der gebotenen Kürze geschieht die Darstellung zum Teil nur in tabellarischer, knapp kommentierter Form.

Behandlungsverbot

Achtung: Für sexuell übertragbare Krankheiten wie z. B. Infektionen mit Papillomviren oder Molluscum-contagiosum-Viren besteht für Heilpraktiker ein Behandlungsverbot (§ 24 IfSG).

Erste Ebene: Miasmen

Es müssen im Rahmen von Pap-Wert-Erhöhungen mindestens folgende vier Miasmen beachtet werden (Potenzen und Dosierung siehe weiter unten):

  • Sykotisches Miasma
    Hauptmiasma: Mutterboden für Vaginalschleimhautveränderungen
    Arzneimittel: Medorrhinum
  • Tuberkulines Miasma
    Als zusätzliches verkomplizierendes Miasma zur Sykosis (häufig)
    Arzneimittel: Bacillinum; ersatzweise Tuberkulinum bovinum
  • Syphilitisches Miasma
    Weniger als ein Drittel so häufig vorkommend wie das tuberkuline Miasma; bei destruktiven Prozessen im Zervixbereich allerdings potenziell das am dringlichsten zu behandelnde Miasma. Gar nicht so selten im Wechsel mit dem tuberkulinen Miasma zu behandeln: Man beginnt mit dem offensichtlich erkennbaren tuberkulinen Miasma, kommt dann an einen therapeutischen Haltepunkt, gibt einmal Syphilinum und kehrt wieder zur erfolgreichen Gabe von Tuberkulinum zurück. Man könnte dafür folgende Merkregel formulieren: Wenn eine Tuberkulinum-Nosode nur kurz wirkt und sich der Zustand danach verschlimmert, dann kommt wahrscheinlich Syphilinum infrage.
    Arzneimittel: Syphilinum
  • Krebs-Miasma
    Wenn eine Tuberkulinum-Nosode indiziert erscheint und wenig oder gar nichts bewirkt, so kommt wahrscheinlich Carcinosinum infrage. Carcinosinum-Patienten ähneln äußerlich stark den Tuberkulinum-Patienten, sie sind jedoch – im Gegensatz zu den Tuberkulinum-Patienten – uneingeschränkt nett bis hin zu „scheißfreundlich“: Die Eckpunkte des Carcinosinum-Reaktionsmusters sind Perfektionismus, Furcht vor Kontrollverlust und eben mangelnder Egoismus bis hin zur Selbstaufgabe. Sollte Carcinosinum indiziert sein, jedoch nichts bewirken und gleichzeitig eine starke Zyklusabhängigkeit der Beschwerden auffallen, dann sollte man statt Carcinosinum besser Folliculinum geben.
    Arzneimittel: Carcinosinum; Folliculinum

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Naturheilpraxis 08/2020

Erschienen am 03. August 2020