In der letzten Zeit kamen viele Patientinnen mit chronischer Blasenentzündung zu mir in die Praxis. Einige litten schon seit Jahrzehnten an Zystitis und wurden teilweise monatlich mit einem Antibiotikum behandelt. Die Rezidivrate bei Blasenentzündungen ist hoch: Jede vierte Frau, die an einer akuten Zystitis erkrankt, erleidet innerhalb von sechs Monaten ein Rezidiv, und es ist sehr schwierig, eine chronisch gewordene Zystitis zu therapieren.

Mithilfe der Autovakzinen-Therapie sind fast alle meine Patientinnen heute beschwerdefrei. Meine Freude darüber ist so groß, dass ich Ihnen meine Erfahrungen mithilfe dieses Artikels gern weitergeben möchte.

Neue Diagnostik bei rezidivierenden Harnwegsinfekten

Uropathogene Escherichia-coli-Bakterien lösen 70 bis 90 Prozent aller Infektionen in der Blase aus. Sie sind ein natürlicher Bestandteil der Darmmikrobiota. Gelangen sie über die Harnröhre in die Blase, können sie Entzündungen an der Blasenwand herbeiführen. Mit dem CystitisCheck des MVZ Instituts für Mikroökologie in Herborn gibt es neuerdings die Möglichkeit nachzuweisen, ob sich E.-coli-Bakterien frei in der Blase befinden oder ob sich diese in einen Biofilm zurückgezogen haben.