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Naturheilpraxis 09/2019

Narben und ihre Behandlung

Verheilte und scheinbar unauffällige Narben können in unterschiedlicher Hinsicht dem Patienten Probleme bereiten. Beispielsweise führen Kaiserschnittnarben oft zu Sodbrennen, Magenbeschwerden, wechselndem Stuhlgang, Dysurie oder Nykturie, aber auch zu unklaren Rückenschmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich. Deshalb lohnt es sich, diese möglichen Störfelder genauer zu betrachten und gegebenenfalls zu behandeln.

Ein Beitrag von Bianca Peters
Lesezeit: ca. 9 Minuten

Die ersten Schritte sind eine fundierte Inspektion, Palpation und Funktionsprüfung der Narbe. Bei der Inspektion und Palpation werden wichtige Aspekte der Narbe dokumentiert. Hierzu gehören z. B. die Beschaffenheit der Narbe mit Angabe der Narbengröße und auch des Narbentyps, die Gewebekonsistenz mit möglichen Ödemen und dem Gewebetonus, die Trophik mit der Durchblutung, der Schweißsekretion und Hauttemperatur sowie die Perzeption mit dem Schmerzempfinden und der Sensibilität. Bei der Funktionsprüfung wird geschaut, ob die Narbe die Beweglichkeit vor allem von Gelenken einschränkt.

Die Palpation erfolgt immer im Längs- und Querverlauf. Die Inspektion, Palpation und Funktionsprüfung der Narbe sind wichtig, um nachfolgende Behandlungen optimal planen zu können. So wird beispielsweise bei einer größeren, schlecht durchbluteten, verklebten und schmerzlosen keloiden Narbe die Narbentherapie intensiver und häufiger stattfinden. Bei einer kleinen, roten, wenig verklebten und schmerzhaften Narbe dagegen wird sehr vorsichtig und seltener behandelt; zudem wird bei solchen Narben das Schröpfen direkt auf der Narbe nicht angewandt.

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Naturheilpraxis 09/2019

Erschienen am 02. September 2019