Schwerpunkt
Naturheilpraxis 06/2018

Nährstoffe

Für die Stärkung des Bindegewebes

Neben regelmäßigem Training kann man auch mit der richtigen Ernährung etwas für das Bindegewebe tun. Denn Faszien und Bindegewebe lieben bestimmte Nährstoffe. Vier Aminosäuren sind dabei als Grundbausteine für Proteine besonders wichtig: Arginin, Glutamin, Lysin und Prolin.

Ein Beitrag von Stephan Müller
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Arginin fördert unter anderem die Ausschüttung von Wachstumshormonen und hilft beim Muskelaufbau. Argininreiche Lebensmittel verbessern aber auch die Regeneration nach dem Sport und fördern die Durchblutung des Bindegewebes. Geeignete Lebensmittel sind Haselnüsse, Mandeln, Fisch (Barsch, Thunfisch, Sardine, Lachs, Garnelen) sowie Hühner-, Kalb- und Rindfleisch.

Glutamin ist nicht nur für die Zellerneuerung wichtig, sondern auch für den Aufbau von Muskeleiweiß. Außerdem haben Studien gezeigt, dass Glutamin die Wundheilung beschleunigt (1). Genauso wie Arginin regt auch Glutamin die Kollagenproduktion an. Geeignete Lebensmittel sind Walnüsse, Fisch, Rind und Huhn.

Lysin verleiht Kollagen die nötige Stabilität – nicht nur in den Faszien, sondern auch in der Haut, den Knochen, den Knorpeln und den Sehnen. Geeignete Lebensmittel sind Eier, Pilze, Nüsse, Fisch, Austern, Rind, Huhn sowie etwas Quark.

Prolin ist eine der wichtigsten Aminosäuren für das kollagene Bindegewebe. Eine optimale Wirkung können deine Kunden erzielen, wenn sie Prolin mit Vitamin C kombinieren. Also zum Beispiel Zitronensaft über den Fisch oder den Salat träufeln. Geeignete Lebensmittel sind Eier, Huhn, Rind, Kaviar, Lachs, Sonnenblumenkerne sowie etwas Käse.