Myrrhe wird heutzutage vor allem bei Entzündungen und Verletzungen der Mundschleimhaut als Tinktur eingesetzt, da sie desinfizierend, adstringierend und blutstillend wirkt. Traditionell hatte sie jedoch ein breiteres Einsatzspektrum und kann beispielsweise entzündlichen Prozessen entgegenwirken.

Bei dem Wort „Myrrhe“ denkt man spontan und assoziativ an die Gabe des dritten der Heiligen Drei Könige, die dem neugeborenen Retter der Welt ihre Aufwartung machten1. Unter Gold und Weihrauch konnte man sich schon als Kind etwas vorstellen. Was aber hatte es mit dieser Myrrhe auf sich, fragte man sich – und erstaunlicherweise hatten auch viele Erwachsene keine befriedigende Antwort darauf. „Wohl etwas zum Essen“, hieß es da, „ein Gewürz“, „eine wohlriechende Paste zum Einschmieren wahrscheinlich“. Und tatsächlich ist das alles irgendwie wahr, aber eben nicht ausreichend. Dass es sich dabei um eine Heilpflanze mit uralter Tradition handelt, war nur wenigen Erwachsenen bewusst.