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Naturheilpraxis 12/2022

Mundhygiene – eine kritische Betrachtung

Die Zahnmedizin ist derzeit noch nicht weitläufig in der präventiven Medizin bekannt. Anti-Aging ist in aller Munde, wohl aber nicht die Zahnmedizin. Das ist ein verkehrtes Bild, da gerade die Zahnmedizin durch ihre Prophylaxemaßnahmen und Mundhygiene eine lange Historie aufweisen, die aber wenig Beachtung genießt. Trotz alledem bleiben zwei Fragen bestehen: Was kann die Zahnmedizin leisten, um gesund zu bleiben? Und was kann jeder Einzelne dazu beitragen?

Ein Beitrag von Dr. med. dent. Tilman Fritsch
Lesezeit: ca. 6 Minuten
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Diese Fragen beschäftigen uns besonders am Ende einer Pandemie. Die SARS-CoV-2-Pandemie hat eine beispiellose globale Krise ausgelöst und bedroht weiterhin die öffentliche Gesundheit. Wie bei allen bedauerlichen Veränderungen und Ereignissen ist man versucht, auch positive Aspekte, also etwas „Gutes“, an der Misere zu finden. Ein Punkt könnte sein, dass durch die mediale Beschäftigung mit Krankheitsszenarien das Interesse der Bevölkerung an gesundheitlichen Themen gestiegen ist. Besonders die Vorsorgemedizin ist nun stärker in den Fokus gerückt und erreicht Teile der Bevölkerung, die sonst eher weniger Zugang zur Präventionsmedizin hatten.

Die Mundhygiene

Die Entdeckung der Keime als die mögliche Ursache für Infektionen im vergangenen Jahrhundert und die damit beginnende Hygiene haben wohl maßgeblich dazu beigetragen, dass eine Vielzahl von Infektionserkrankungen eingedämmt werden konnte, die Kindersterblichkeit sich verringerte und die Lebenserwartung deutlich anstieg. Eine sich etablierende Hygiene war ein Siegeszug für die allgemeine Volksgesundheit. Parallel dazu etablierten sich auch die Mundhygiene und das Bewusstsein für eine saubere Mundhöhle. Dies hatte einerseits zur Folge, dass eine steigende Mundgesundheit bei sinkendem Kariesrisiko sich positiv auf das Allgemeinbefinden auswirken konnte. Andererseits konnte die Langlebigkeit von zahnmedizinischen Restaurationen gesteigert werden. Insbesondere bei Ersterem ist die Eigeninitiative eines jeden Einzelnen gefragt. Zähneputzen ist eine sehr verbreitete aktive Maßnahme der Präventionsmedizin, bei der die individuelle Mitarbeit unumgänglich ist.

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