Omega-3-Fettsäuren gehören zu den ungesättigten Fettsäuren und sind essenzielle Stoffe für die menschliche Ernährung, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden können. Vor allem im Zusammenhang mit der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden Omega-3-Fettsäuren immer wieder erwähnt. Dabei haben sie nicht nur kardioprotektive Eigenschaften, sondern sind wahre Multitalente in Sachen Gesundheit.

Aufgrund ihrer offenbar vielfältigen Wirkungen wurden Omega-3-Fettsäuren bei diversen Krankheiten erforscht. Die Studienresultate deuten auf einen Nutzen bei folgenden Erkrankungen hin: kardiovaskuläre Erkrankungen (1–8), rheumatoide Arthritis (9, 10), Depressionen (11–14), Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) (15), Akne vulgaris (16), nichtalkoholische Fettlebererkrankung (17) sowie Krebserkrankungen (18, 19). Zudem scheinen sie nicht nur als Antioxidans (20) zu fungieren, sondern auch für die fetale Gesundheit (21), die Kognition (22) und das Darmmikrobiom (23) von Bedeutung zu sein.
Der Konsum fetter Fische oder die Einnahme von Fischöl in der Schwangerschaft könnte eine Strategie sein, um allergische Erkrankungen in der Kindheit zu verhindern (24).
Das Risiko eines Defizits an Omega-3-Fettsäuren besteht v. a. bei Vegetariern, Veganern (25, 26), Fischverächtern, Frauen, die Kontrazeptiva einnehmen, sowie bei Rauchern (27).