In Asien wird die Moxibustion traditionell auch zur Behandlung der Tuberkulose eingesetzt. Im Rahmen des britischen Forschungsprojekts „Moxafrica“ wird die Wirkung einer täglichen Moxibustion daher seit einigen Jahren begleitend zur medikamentösen Standardtherapie bei Tuberkulose-Patienten sowie in behandlungsresistenten Fällen in Uganda und Südafrika wissenschaftlich untersucht und erfolgreich angewendet. Es hat sich gezeigt, dass die Immunabwehr von dieser Behandlungsmethode messbar profitieren kann.

Die Moxibustion (japan. Mogusa = getrocknete und feingeriebene Beifußblätter; latein. combustio = verbrennen) ist mindestens 3 000 Jahre alt. Von China verbreitete sie sich nach Süd- und Ostasien, wo sie sich zusammen mit der Akupunktur als Behandlungsmethode durchsetzte. In Japan ist die Moxatherapie heutzutage ein eigenständiger Ausbildungsberuf und wird unabhängig von der Akupunktur angewendet. Es gibt eine Vielzahl an Moxibustionstechniken. Zur Stärkung des Immunsystems ist vor allem die direkte Moxibustion untersucht, das in Japan als Okyu bezeichnete Reiskornmoxa (1, 2).