Schwerpunkt
Naturheilpraxis 04/2020

Moxa gegen Schmerzen im Bewegungsapparat

Die Anwendung von Wärme ist ein wesentlicher Bestandteil vieler Heilmethoden. Dabei wird die thermische Ausstrahlung häufig eher grob- und oberflächig eingesetzt. Es gibt ein Verfahren, mit dem sich die Hitze über sehr unterschiedliche Weisen exakt platzieren und tief ins Gewebe übertragen lässt – die Moxibustion.

Ein Beitrag von Sabine Ritter
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Die Moxibustion (japan. mogusa= getrocknete und feingeriebene Beifußblätter; latein. combustio= Verbrennen) ist eine mindestens 3 000 Jahre alte Behandlungsmethode, die ursprünglich aus China stammt und sich seitdem in Süd- und Ostasien neben der Akupunktur etabliert hat. Vermutlich kannte bereits Hippokrates die Moxibustion. Er könnte von Händlern davon erfahren haben, die auf der Seidenstraße ihre Geschäfte mit chinesischen Kollegen machten . Doch das Wissen um den Nutzen dieser Therapieform ging im Lauf der Antike und des Mittelalters in Europa weitgehend verloren. Im 17. Jahrhundert berichteten britische und niederländische Kolonialherren aus unterschiedlichen Regionen Asiens über Therapeuten, die Leiden mittels Moxibustion linderten. Daher konnte man den als Moxakraut bekannten getrockneten Beifuß (Artemisia princeps) zu dieser Zeit wieder auf Märkten in den Niederlanden erwerben (1, 2).

Hierzulande wird die Moxibustion heute ebenso wie in China in der Regel mit der Akupunktur kombiniert, während in Japan die Moxatherapie ein eigenständiger Ausbildungsberuf ist. Das hat dort dazu geführt, dass auf Basis der chinesischen Klassiker vielfältige Behandlungsstrategien für unterschiedliche Erkrankungen entwickelt wurden. Aus diesem Grund werden in diesem Artikel die japanischen Punktbezeichnungen verwendet (1, 2).

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Naturheilpraxis 04/2020

Erschienen am 01. April 2020