Konsumenten von einer bis vier Tassen Filterkaffee pro Tag haben eine höhere Lebenserwartung als Erwachsene, die keinen Kaffee trinken. Darüber hinaus haben Männer, die Filterkaffee trinken, ein um 20 % geringeres Risiko für eine kardiovaskulär bedingte Todesursache als Abstinenzler. Bei Frauen ist das entsprechende Risiko um 12 % niedriger. Zu diesem Ergebnis kamen norwegische Forscher nach der Auswertung der Daten, die sie von knapp 509 000 gesunden Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 79 Jahren über einen Zeitraum von 20 Jahren erhoben haben. Während des Beobachtungszeitraums waren 46 341 Teilnehmer verstorben, davon 12 621 an den Folgen einer kardiovaskulären Erkrankung, 6 202 im Zusammenhang mit einer ischämischen Herzerkrankung und 2 894 nach Schlaganfall. Die Wissenschaftler führen den lebensverlängernden Effekt des Kaffees auf seinen Polyphenol-Gehalt zurück. Konsumenten von ungefiltertem Kaffee hatten in der Studie zwar eine höhere Mortalität als die Teilnehmer, die Filterkaffee tranken, aber eine geringere als diejenigen, die ganz auf Kaffee verzichteten. Die Forscher erklären dies damit, dass ungefilterter Kaffee im Vergleich zu Filterkaffee ungefähr die 30-fache Menge an Diterpenen enthält, die die Lipidwerte erhöhen. Hoher Kaffeekonsum (mehr als neun Tassen) verkürzt dagegen unabhängig von der Zubereitungsmethode die Lebenserwartung, was die Wissenschaftler mit einem damit einhergehenden Anstieg der Homocysteinwerte begründen. Autorin: Sabine Ritter