Stellen Schwangere mit gesundheitlichen Risiken ihre Ernährung auf Mittelmeerkost um, nehmen sie während der Schwangerschaft weniger zu. Zudem erkranken sie seltener an Schwangerschaftsdiabetes. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie, an der zwischen 2014 und 2016 knapp 1 200 Frauen mit Adipositas, Hypertonie oder Hyperlipidämie teilgenommen haben. 593 Probandinnen aus der Interventionsgruppe sollten in der 18., 20. und 28. Schwangerschaftswoche eine Ernährungsberatung erhalten. Darüber hinaus wurden die Ernährungsziele in zwei Telefonaten besprochen. Allerdings nahmen nur etwa drei Viertel der Frauen aus dieser Gruppe mindestens eine der angebotenen Beratungen wahrg. In diesen Terminen wurden sie angehalten, überwiegend pflanzliche Kost zu sich zu nehmen und anstelle von rotem Fleisch Geflügel oder Fisch zu essen. Zusätzlich wurden ihnen ein halber Liter Olivenöl pro Woche und Nüsse in Tagesportion zur Verfügung gestellt. Die 585 Teilnehmerinnen der Vergleichsgruppe wurden wie üblich betreut und erhielten keine Ernährungsberatung. Die Frauen, die über die Mittelmeerdiät aufgeklärt worden waren, nahmen im Verlauf der Schwangerschaft durchschnittlich 1,2 Kilogramm weniger zu. Dabei sank ihr Gestationsdiabetes-Risiko um 35 %. Autorin: Sabine Ritter