Hypertoniker können von kurzen, regelmäßigen Schläfchen nach dem Mittagessen profitieren: Wie eine griechische Studie gezeigt hat, lässt sich dadurch der Blutdruck signifikant senken. Untersucht wurden 212 Bluthochdruckpatienten mit einem Durchschnittsalter von 62 Jahren, einem mittleren BMI von 29 kg/m2 und einem Mittelwert von 130/77 mmHg bei der 24-h-Blutdruckmessung. Von den Teilnehmern hatten 57 Prozent im letzten halben Jahr häufiger als dreimal pro Woche nach dem Essen einen Mittagsschlaf gehalten. Dieser dauerte durchschnittlich 49 Minuten. Bei diesen Teilnehmern wurden im Durchschnitt signifikant niedrigere systolische Werte gemessen als bei den Nichtschläfern, sowohl bei der 24-h-Messung (128 versus 133 mmHg) als auch bei den Messungen tagsüber (129 versus 135 mmHg). In der Studie wurde dabei für jede Stunde Mittagsschlaf eine durchschnittliche Senkung des systolischen Blutdrucks um 3 mmHg ermittelt. Damit liegt die Blutdrucksenkung, die sich durch einen regelmäßigen Mittagsschlaf erreichen lässt, etwa im selben Bereich, wie die Senkung, die durch andere empfohlene Lebensstiländerungen erreicht werden kann. Das Schläfchen sollte allerdings nicht über 60 Minuten dauern, sonst können Blutdruck und kardiales Risiko sogar steigen.