Fachforum
Naturheilpraxis 11/2020

Mitochondriopathie

Erkrankungen und Fehlfunktionen der Mitochondrien sind weit verbreitet – wenn auch in der Medizin wenig beachtet. Mitochondriopathien gehören zu den häufigsten hereditären Stoffwechselstörungen. Das Problem ist, dass ihnen keine bestimmte Symptomatik zugeordnet werden kann, denn Mitochondrien finden sich in allen Körperzellen. Aus diesem Grund kann jedes Symptom auch Ausdruck einer Mitochondriopathie sein.

Ein Beitrag von Nathalie Schmidt und Dr. med. Edmund Schmidt
Lesezeit: ca. 9 Minuten

Geschädigte Mitochondrien können in allen Organen und in jedem Alter auftreten. Häufig sind Medikamente die Auslöser für Störungen der zellulären Energieproduzenten, dies kann bereits nach einer kurzen Einnahmezeit auftreten. Daneben führen auch Mutationen am mitochondrialen Genom (mtDNA) zu dysfunktionalen Mitochondrien.

Entsprechend der Symptomvielfalt sind die Beschwerden mitunter nur leicht oder durch Beteiligung vieler Organe auch schwerwiegend, sodass es zu einer verminderten Lebenserwartung kommen kann. Da Mitochondrien in erster Linie für die Energiebildung zuständig sind, wirken sich Mitochondriopathien vor allem auf Organe mit hohem Energiebedarf aus, wie Herz und Leber.

Aus diesem Grund ist etwa die Hälfte der Beschwerden bei einer Mitochondriopathie kardialer Natur. Ein häufig verkanntes Frühsymptom sind Herzrhythmusstörungen. Oft erhalten diese Patienten Betablocker, jedoch keine Therapie zur Behandlung der zugrunde liegenden Mitochondriopathie. Bei Kindern mit dieser Störung findet man häufig Nierenerkrankungen bei normalen Kreatininwerten. Mit die häufigste nicht-kardiale Manifestation einer Mitochondriopathie ist ein Typ-2-Diabetes bei Patienten unter 40 Jahren, die in der Regel schlank sind und keine typischen Risikofaktoren aufweisen. Nach neueren Erkenntnissen haben diese Menschen, aufgrund der Mitochondriopathie, eine erhöhte Insulinresistenz im Skelettmuskel. Weitere endokrine Störungen im Rahmen einer Mitochondriopathie können sein:

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Naturheilpraxis 11/2020

Erschienen am 02. November 2020