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Naturheilpraxis 02/2021

Mit Mikroben die Bronchien schützen

In Industrieländern leidet etwa jeder zehnte Bürger unter Asthma, weltweit, schätzen WHO-Experten, sind 230 Millionen Menschen von der Atemwegserkrankung betroffen. Überraschende Hilfe kommt nun aus dem Reich der Mikroben: Helicobacter pylori, als Magenkeim in Ungnade, stellt sich mehr und mehr als Segen für die Bronchien heraus.

Ein Beitrag von Martina Schneider
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Maxx-Studio / shutterstock.com

Helicobacter pylori, ein gramnegatives, mikroaerophiles Stäbchenbakterium, ist bisher eher unangenehm aufgefallen, sobald es die menschliche Magenschleimhaut besiedelt hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Bakterien überlebt es das saure Umfeld und löst über verschiedene Mechanismen Krankheiten aus, vor allem eine Gastritis. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung, sagen Mediziner, trägt Helicobacter pylori im Magen-Darm-Trakt. Das Bakterium wird direkt von Mensch zu Mensch, oft über Speichel übertragen. Für die Entdeckung des Erregers als Verursacher der chronischen Magenentzündung erhielten Dr. Robin Warren und Dr. Barry Marshall 2005 den Nobelpreis für Physiologie.

Helicobacter pylori produziert ein Enzym, das sich an die Magenwand anheftet und Säuren neutralisieren kann, um geschützt zu überleben. Das Immunsystem des Menschen reagiert auf die Besiedelung mit dem Bakterium, doch wenig effektiv, da es im Inneren des Magens nicht viel ausrichten kann. Dennoch versucht es immer wieder, die Bakterien loszuwerden – für Wissenschaftler ist die dauerhafte Aktivität des Immunsystems schließlich der Grund dafür, dass eine Krankheit entsteht: chronische Gastritis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, Tumoren in Magen oder Darm (Magenkarzinome und MALT (mucosa-associated lymphoid tissue)-Lymphome).

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Naturheilpraxis 02/2021

Erschienen am 02. Februar 2021