In Industrieländern leidet etwa jeder zehnte Bürger unter Asthma, weltweit, schätzen WHO-Experten, sind 230 Millionen Menschen von der Atemwegserkrankung betroffen. Überraschende Hilfe kommt nun aus dem Reich der Mikroben: Helicobacter pylori, als Magenkeim in Ungnade, stellt sich mehr und mehr als Segen für die Bronchien heraus.

Helicobacter pylori, ein gramnegatives, mikroaerophiles Stäbchenbakterium, ist bisher eher unangenehm aufgefallen, sobald es die menschliche Magenschleimhaut besiedelt hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Bakterien überlebt es das saure Umfeld und löst über verschiedene Mechanismen Krankheiten aus, vor allem eine Gastritis. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung, sagen Mediziner, trägt Helicobacter pylori im Magen-Darm-Trakt. Das Bakterium wird direkt von Mensch zu Mensch, oft über Speichel übertragen. Für die Entdeckung des Erregers als Verursacher der chronischen Magenentzündung erhielten Dr. Robin Warren und Dr. Barry Marshall 2005 den Nobelpreis für Physiologie.