Zur Migräneprophylaxe kommen oft Medikamente zum Einsatz, unter anderem das Antiepileptikum Valproat. Doch ist die medikamentöse Prophylaxe wirklich nötig? Eine iranische Studie sagt: Nein. Die Nahrungsergänzung mit Magnesium beugt Migräneanfällen ähnlich effektiv vor wie das Medikament, ohne wesentliche Nebenwirkungen. In der doppelt verblindeten Cross-over-Studie erhielten Migränepatienten acht Wochen lang entweder 500 mg Magnesiumoxid oder 400 mg Valproatsodium pro Tag. Nach den acht Wochen wurde die Therapie gewechselt, d. h., die Magnesiumgruppe erhielt für weitere acht Wochen Valproat und umgekehrt. Während der Studiendauer wurden die Migräneanfälle und die Anzahl der Tage mit mäßigen bis starken Kopfschmerzen ermittelt, außerdem die Kopfschmerzdauer in Stunden pro Monat. Magnesium konnte die Zahl der Migräneanfälle um 1,72 senken und die Zahl der Kopfschmerztage um 2,09. Valproat senkte die Migräneanfälle nur um 1,27, dafür die Kopfschmerztage um 2,22. Die mittlere Kopfschmerzdauer konnte Magnesium um 15,55 Stunden senken, das Medikament nur um 13,38 Stunden.