Migräne kann ein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme wie Thrombosen, Herzinfarkte, Schlaganfälle oder auch Herzrhythmusstörungen sein. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die im „British Medical Journal“ erschienen ist. Für die Studie haben Forscher des dänischen Universitätskrankenhauses Aarhus und der US-amerikanischen Stanford-Universität die Daten von mehr als einer halben Million Dänen ausgewertet, darunter rund 51 000 Migränepatienten. In ihrer Studie konnten die Forscher verschiedene Zusammenhänge zwischen Migräne und dem vermehrten Auftreten kardiovaskulärer Probleme belegen. Bei Migräne mit Aura und bei Frauen seien die Zusammenhänge besonders deutlich gewesen. Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Herzversagen und periphere arterielle Erkrankungen bei Migränepatienten fanden sich hingegen nicht. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, lässt sie laut den Forschern jedoch keinen Rückschluss auf die Ursachen des erhöhten Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu.