Fachforum
Naturheilpraxis 10/2021

Miasmen im Auge – eine Einführung

Teil 1: Die Psora

Die Miasmentherapie aus dem Auge kann in der homöopathischen Behandlung helfen, wenn nicht sofort das ähnlichste Heilmittel gefunden werden kann. Zudem hilft der Blick ins Auge dabei zu differenzieren, mit welchem Miasma man es wirklich zu tun hat.

Ein Beitrag von Susanne Villedieu
Lesezeit: ca. 5 Minuten

In der klassischen Homöopathie begegnen uns als Therapeuten die Miasmen von Tuberkulinie, Psora, Sykose und Syphilinie. Ergänzt dazu werden auch Carcinogenie und Parasitose genannt. Forschungen aus Indien um Sankaran und alle Arbeiten zum Periodensystem der Homöopathie erlauben uns heute eine leichtere Zuordnung von Arzneimitteln und Arzneifamilien innerhalb der jeweiligen Gruppen von Elementen des Periodensystems. Von diesen Gruppen gibt es insgesamt 18 Stück. Weitere Miasmen werden in der Literatur beschrieben und zugeordnet. Dazu zählen Typhus, Ringworm, Malaria, Pertussis, Mycosis, Polio und Lepra. Der zentrale Fokus in der Fallaufnahme wird auf die Lebensgeschichte und die aktuelle Situation gelegt, in der sich der Patienten befindet, sowie auf seine grundeigene emotionale Reaktion und Empfindung. So können wir tiefwirkende Heilmittel für unsere Patienten finden.

Da eine Fallaufnahme dadurch sehr vielschichtig wird, konnte ich in den vergangenen Jahren nicht immer sofort das ähnlichste Heilmittel finden. In diesen Fällen hilft mir die Miasmentherapie aus dem Auge, den Boden des Milieus anzusprechen, mögliche Blockaden zu lösen, die Reizreaktion zu harmonisieren bzw. anzuregen und so erst einmal rein körperlich zu regulieren. Die Grundidee dieses Vorgehens wird in diesem Artikel kurz dargestellt.