Der Verzehr von Milchprodukten geht mit einer geringeren Inzidenz von Hypertonie, Diabetes und dem metabolischen Syndrom einher. Dieser Zusammenhang zeigt sich jedoch nur, wenn Vollfett- oder Vollfett- plus Magerfettprodukte auf dem Speiseplan stehen, wie eine kanadische Studie gezeigt hat. In die Studie flossen die Daten einer großen Querschnittanalyse zur Prävalenz des metabolischen Syndroms ein, an der rund 113 000 Patienten zwischen 35 und 70 Jahren aus 21 Ländern beteiligt waren. Zwei prospektive Substudien dieser Analyse untersuchten zudem die Inzidenz von Hypertonie und Diabetes unter den Patienten. Während der Beobachtungsdauer von neun Jahren gaben die Teilnehmer regelmäßig Auskunft zu ihren Ernährungsgewohnheiten. Ein metabolisches Syndrom trat in der Gruppe mit täglichem Milchproduktkonsum 24 % seltener auf als in der Gruppe, die sich milchproduktarm oder -frei ernährte (Odds Ratio 0,76). Die Inzidenz von Hypertonie lag in der Milchprodukt-Gruppe 11 % niedriger und die Inzidenz von Diabetes 12 % (Hazard Ratio 0,89 bzw. 0,88). Beim täglichen Verzehr von Vollfettprodukten waren diese Assoziationen besonders deutlich ausgeprägt. Wurden nur Magerfettprodukte verzehrt, blieb der Effekt jeweils aus.

Quelle

Springer Medizin. n.rpv.media/32i