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Naturheilpraxis 10/2021

Metabolisches Syndrom – Herz doppelt in Gefahr

Das metabolische Syndrom ist als sogenanntes Wohlstandssyndrom ein weit verbreitetes Krankheitsbild, welches als multiple Stoffwechselstörung charakterisiert werden kann, die ihre Ursache in einer genetisch- und lebensstilbedingten Insulinresistenz hat.

Ein Beitrag von Prof. Dr. Michaela Döll
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Da das metabolische Syndrom ein drastisch erhöhtes Risiko für die Ausprägung eines Diabetes mellitus Typ 2 bzw. kardiovaskulärer Erkrankungen mit sich bringt und bereits 30 % der Bundesbürger die Charakteristika des metabolischen Syndroms aufweisen, sind sowohl die Primär- als auch die Sekundärprävention zwei der derzeit dringlichsten Aufgaben im Gesundheitsbereich. In diesem Zusammenhang kommt der Beachtung des deutlich erhöhten Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen für die Betroffenen eine besondere Bedeutung zu. Komplementärmedizinisch ist eine Unterstützung mit studiengeprüften Naturstoffen zur Förderung der Gefäßgesundheit mit pleiotropen Wirkeffekten empfehlenswert.

Lebensstil als Hauptursache für ein brisantes Massenphänomen

Unter dem Begriff metabolisches Syndrom wird das gleichzeitige Vorhandensein mehrerer Stoffwechselkrankheiten wie (abdomineller) Adipositas, Dyslipoproteinämien, Hypertonie und Diabetes mellitus Typ 2 verstanden. Das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse ist unter den Betroffenen etwa um Faktor drei bis vier, die Gesamtmortalität um das Zwei- bis Dreifache erhöht. Die Ursachen für das Auftreten des metabolischen Syndroms sind derzeit noch immer nicht vollständig aufgeklärt. Man geht davon aus, dass genetische Komponenten eine Rolle spielen, die unter dem Einfluss von Lebensstilfaktoren (Fehlernährung, Bewegungsarmut, Stress, Genussgifte) zur klinischen Manifestation des sogenannten „Wohlstandssyndroms“ führen.

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Naturheilpraxis 10/2021

Erschienen am 01. Oktober 2021