Das Hormon Melatonin regelt nicht nur den Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen, sondern ist auch ein überaus effektives Antioxidans. Eine Studie hat daher geprüft, ob Melatonin über eine Reduktion von oxidativem Stress auch Einfluss auf Stoffwechsel- und Herzgesundheit nehmen kann. Tatsächlich konnten durch die Gabe von Melatonin neben zahlreichen Parametern für oxidativen Stress auch Blutzuckereinstellung, Blutdruck und Blutfettwerte verbessert werden. An der Studie nahmen 60 Patienten mit Typ-2-Diabetes und Herzerkrankungen teil, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Eine Gruppe erhielt zwölf Wochen lang täglich 10 mg Melatonin, aufgeteilt auf zwei Melatoninkapseln pro Tag, die andere ein Placebo. Im Vergleich zum Scheinmedikament verbesserte Melatonin Parameter für oxidativen Stress wie Glutathion und Stickoxide signifikant. Die Einnahme von Melatonin besserte im Gegensatz zum Scheinmedikament deutlich stärker den Blutdruck, die Blutfettwerte, die Blutzuckerkonzentration im Nüchternzustand sowie die Insulinkonzentration der Probanden. Für Patienten mit Typ-2-Diabetes und Herzerkrankungen sehen die Forscher großes Potenzial in der Melatoningabe, auch wenn weitere Studien die Ergebnisse noch verifizieren müssen.