In Deutschland leiden laut der Stiftung Deutsche Depressionshilfe aktuell 11,3 Prozent der Frauen und 5,1 Prozent der Männer an einer Depression. Vor allem junge Menschen sind zunehmend depressionsgefährdet. Verschiedene Krankenkassen wie die DAK oder die Barmer haben bei Untersuchungen unter ihren Versicherten festgestellt, dass Jugendliche verstärkt depressive Symptomatiken aufweisen. Auch die Zahlen des Robert-Koch-Instituts zur Prävalenz von Depressionen in Deutschland weisen auf einen Anstieg von diagnostizierten Depressionen in der Altersgruppe bis 25 Jahre hin. Als Hauptfaktoren für die Zunahme depressiver Erkrankungen in diesem Alter führen die Experten die Persönlichkeitsentwicklung und Selbstoptimierungszwänge an. Diese würden v. a. durch den Druck entstehen, in Schule und Studium erfolgreich zu sein und anschließend einen reibungslosen Übergang ins Berufsleben zu schaffen. Auch die Gefahr, zum Mobbingopfer in den sozialen Medien zu werden, steige stetig. Da die Gefahr der Chronifizierung psychischer Erkrankungen groß sei, seien gerade bei Jugendlichen rechtzeitige Interventionen nötig. Dafür plädieren die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde.