Wenn sich ältere Menschen gemäß der mediterranen Diät ernähren, haben sie ein besseres Gedächtnis als Gleichaltrige mit ungesunder Ernährung und weisen weniger Beta-Amyloid- und Tau-Protein-Ablagerungen im Gehirn auf. Die mediterrane Ernährung mit viel Fisch, Pflanzenölen, Nüssen, Obst und Gemüse und wenig rotem Fleisch wurde bereits von verschiedenen Studien mit einer geringeren Demenzrate assoziiert. Eine deutsche Querschnittsanalyse stützt diese These nun: Bei der Untersuchung der Daten der DELCODE-Studie ging mediterrane Ernährung mit einer besseren kognitiven Leistung und einer geringeren Hirnatrophie in demenzkritischen Bereichen einher. Im Rahmen der Studie wurden bei rund 1 000 älteren Personen über mehrere Jahre Kognitionstests und Biomarkeruntersuchungen durchgeführt. Zu Studienbeginn wurden die Probanden nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt, deren Adhärenz zur mediterranen Diät über ein Punktesystem (MeDi-Score von 0 bis 9 Punkte) berechnet wurde. Alle Probanden hatten sich zu Beginn einem strukturellen Hirn-MRT unterzogen. Teilnehmer mit den höchsten MeDi-Scores schnitten in den Kognitionstests am besten ab, wiesen eine geringere Atrophie sowie weniger Beta-Amyloid- und Tau-Protein-Ablagerungen im Gehirn auf.

Quelle

ÄrzteZeitung. n.rpv.media/38p