Achtsamkeitsmeditation löst im Gehirn lokale funktionelle Veränderungen aus, die zu einer Verbesserung der Informationsverarbeitung beitragen. Diese Veränderungen werden nicht durch passives Ruhen hervorgerufen. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler aus Magdeburg, indem sie die Hirnaktivitäten von Freiwilligen beim Meditieren und Ruhen mittels Magnetenzephalographie (MEG) aufzeichneten und auswerteten. Beim Vergleich der Ergebnisse stellten sie fest, dass durch den Fokus auf die Atmung während der Achtsamkeitsmeditation neuronale Netzwerke auf einen kritischen Zustand eingestellt werden. Dabei stellt sich eine Balance zwischen Ordnung und Unordnung ein, bei der der frontale Kortex neuronale Aktivitätskaskaden initiiert, auf die Aktivitäten in anderen kortikalen Regionen folgen als beim Ruhezustand. Die Veränderungen konnten sogar bei Probanden beobachtet werden, die zum ersten Mal meditierten. Autorin: Sabine Ritter