Krebsforum
Naturheilpraxis 06/2018

Mariendistel in der Krebstherapie

Studien deuten auf einen möglichen Nutzen hin

Die Mariendistel wird als Heilpflanze traditionell eingesetzt, um die Leber zu stärken und Gallenfluss und Entgiftung anzuregen. Aufgrund ihrer leberschützenden Eigenschaften kann sie auch bei verschiedenen Krebserkrankungen von Nutzen sein.

Ein Beitrag von Heike Lück-Knobloch
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Derzeit leben in Deutschland rund 3,5 bis 4 Millionen Menschen mit einer Krebserkrankung oder einer überstandenen Krebserkrankung. Circa 500 000 Menschen hierzulande erhalten jährlich eine Krebsdiagnose. Es wird prognostiziert, dass sich diese Zahl in den nächsten 20 Jahren auf bis zu 5 bis 6 Millionen erhöhen wird. Grund ist v. a. das Altern der geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1955 und 1969.
Neoplasien sind bei uns die zweithäufigste Todesursache. Die Überlebenswahrscheinlichkeiten haben sich jedoch für viele Tumorpatienten in den vergangenen 30 Jahren deutlich verbessert, vorausgesetzt der Tumor wird frühzeitig erkannt.
Experten schätzen, dass sich ungefähr die Hälfte der onkologischen Erkrankungen durch einen gesünderen Lebensstil verhindern ließe. Dazu gehören vor allem Bewegung, das Vermeiden von Übergewicht sowie Alkohol- und Rauchverzicht (1) und, ganz wichtig, eine vitalstoff- und ballaststoffreiche Ernährung wie die traditionelle Mittelmeerkost.
Weltweit gesehen haben Krebspatienten in Skandinavien die besten Überlebenschancen (2).
In Deutschland haben Krebskranke, die in spezialisierten Zentren behandelt werden, eine höhere Überlebenschance als andere Krebspatienten. Bei der Suche nach einem zertifizierten Krebszentrum hilft die Suchmaschine Oncomap. Mehr als 1 000 solcher Zentren hat die Deutsche Krebsgesellschaft bereits ausgezeichnet (3).
Zur Standardtherapie zählen in der Regel Zytostatika mit u. a. toxischer, relativ substanzspezifischer Wirkung v. a. auf das Herz, die Lungen, das Nervensystem und die Leber, deren Funktion u. a. der Metabolismus von Fremd- und körpereigenen Stoffen ist.

Studien deuten darauf hin, dass die Mariendistel (Silybum marianum) bzw. deren wichtigster Wirkstoff Silymarin möglicherweise für onkologische Patienten von Nutzen sein kann, und zwar besonders zur Behandlung von Zytostatika-bedingten Nebenwirkungen. Es gibt Hinweise, dass die Heilpflanze hauptsächlich lebertoxische Effekte und Radiotherapie-induzierte Haut- und Schleimhautschäden verringern kann.

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Naturheilpraxis 06/2018

Erschienen am 01. Juni 2018