Magnesium ist vor allem für Knochen und Muskeln wichtig, doch bisherige Studienergebnisse legten auch einen Nutzen in der Prävention von Typ-2-Diabetes nahe. Die Datenlage zum Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr und der Diabetesinzidenz wurde nun in einer Metastudie analysiert. Einbezogen wurden 35 Kohortenstudien und 26 randomisierte, kontrollierte Interventionsstudien. Die Teilnehmer der Interventionsstudien litten bereits an Typ-2-Diabetes oder hatten zumindest ein hohes Risiko, daran zu erkranken. Die Analyse dieser Studien ergab, dass sich der Nüchtern-Blutzuckerwert durch Magnesiumsupplementation senken ließ. Die Ergebnisse eines oralen Glukosetoleranztests (2-h OGTT) konnten durch Magnesiumgabe verbessert werden. Auch auf die Insulinwerte im Nüchternzustand, den HOMA-Wert, die Triglyzeride sowie den systolischen und diastolischen Blutdruck konnte ein positiver Effekt festgestellt werden. Die Analyse der Kohortenstudien ergab, dass eine ausreichende Magnesiumzufuhr vor Diabetes schützen kann. Probanden mit der höchsten Magnesiumzufuhr hatten im Vergleich zu denjenigen mit der niedrigsten ein um 22 Prozent reduziertes Risiko für Typ-2-Diabetes. Pro Anstieg der Magnesiumzufuhr um 100 mg pro Tag sank das Diabetesrisiko um sechs Prozent.