Dass Magnesium entscheidend für die Muskel- und Nervenfunktion ist und ein Mangel u. a. zu Muskelkrämpfen führen kann, ist weithin bekannt. Doch hat die Magnesiumversorgung auch einen Einfluss auf das Risiko, an koronarer Herzkrankheit (KHK) zu erkranken? Dieser Frage sind japanische Wissenschaftler auf den Grund gegangen. Sie haben über 85 000 Japaner zwischen 45 und 74 Jahren nach ihren Essgewohnheiten gefragt. Denn Magnesium steckt in vielen Lebensmitteln wie Kürbiskernen, Haferflocken, Nüssen oder Bananen. Anhand der Angaben zu den Essgewohnheiten schätzten die Forscher die durchschnittliche Magnesiummenge ab, die jeder über seine Nahrung aufnahm. Die Teilnehmer wurden über 15 Jahre beobachtet und hatten zu Beginn der Studie keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Beobachtungszeitraum kam es zu 4 110 Schlaganfällen und 1 283 KHK-Erkrankungen. Dabei zeigte sich: Männer, die mehr Magnesium über die Nahrung aufnahmen als der Durchschnitt, hatten ein geringeres Risiko, an KHK zu erkranken. Bei Frauen konnte dieser Zusammenhang nicht beobachtet werden. Männer könnten also hinsichtlich des KHK-Risikos von einer höheren Magnesium-Zufuhr profitieren.