Wenn Männer in die Wechseljahre kommen, legen sie nicht nur oft ein auffälliges, aufbäumendes, postpubertäres Verhalten an den Tag – sie haben auch körperlich mit einigen Veränderungen zu kämpfen.

Männer nehmen in den Arm, Männer geben Geborgenheit,
Männer weinen heimlich, Männer brauchen viel Zärtlichkeit,
Männer sind so verletzlich, Männer sind auf dieser Welt
einfach unersetzlich. (Herbert Grönemeyer, „Männer“)

Männer sind sehr sensible Wesen. Ich darf das sagen – ich bin selbst einer. Die zwei größten biologischen Prägungsphasen, die wir Menschen im Leben haben, sind die Pubertät und die Andropause beziehungsweise die Wechseljahre. In der TCM geht man davon aus, dass bei Frauen alles in einem Siebenjahresrhythmus abläuft, bei Männern alles in einem Achterrhythmus. Sieben mal sieben ergibt das kalendarische Alter des weiblichen Klimakteriums, acht mal acht das der männlichen Andropause. Zwischen diesen beiden ontogenetischen Lebensphasen liegen also rein rechnerisch fünfzehn Jahre. In dieser Zeit, in der die Frau schon in einer ganz anderen Lebensphase mit ganz anderen Vorstellungen ist, hinkt der Mann sozusagen hinterher. Daher kann es in dieser Zeit selbst bei alt eingesessen Partnern noch einmal richtig Stress geben.
Glaubt man aber, dass es spätestens mit der Angleichung des Mannes um Anfang sechzig wieder „normal“ wird, hat man weit gefehlt. Viele Männer bäumen sich dann nochmals auf.