Schwerpunkt
Naturheilpraxis 12/2020

Männergesundheit

Männergesundheit lässt sich nicht einfach auf die Stichworte Potenz, Muskeln und Haare reduzieren. Sie hat vor allem mit einer Gesundheitsvorsorge zu tun, die aktiv betrieben und von Therapeuten begleitet werden sollte. Das Thema Männergesundheit soll in diesem Beitrag nach dem bewährten Muster einer medizinischen Bestandsaufnahme beleuchtet werden: "Was macht die Schulmedizin, was kann die Naturheilkunde und was muss der Patient?"

Ein Beitrag von Nikolas Reichert
Lesezeit: ca. 11 Minuten
Korawat photo shoot / shutterstock.com

Die beiden häufigsten Todesursachen in unserer westlichen Gesellschaft sind unverändert Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Die Hälfte aller Männer ist übergewichtig, die dadurch zur „Diabetes Typ 2“-Entwicklung neigen und oft an Herzinfarkten sterben. Beim Krebs stehen das Bronchial- und das Prostatakarzinom an vorderster Stelle; Letzteres soll hier in besonderer Ausführlichkeit behandelt werden. Bewegungsmangel, zu hoher Alkoholkonsum und Rauchen, einhergehend mit Blutdruckerhöhungen und Folgeschäden an den Gefäßen gehören zu den elementaren Risikofaktoren, die solche Krankheiten fördern. Das Rezept zur Verhütung ist eigentlich ganz einfach und lautet „Ordnungstherapie“, also eine gesunde Lebensführung mit Disziplin und dem Slogan: „Dem Körper alles geben, was er braucht und alles fernhalten, was ihm schadet.“

Gewicht

Die Gewichtsabnahme ist ein viel und kontrovers diskutiertes Thema, das immer wieder mit unterschiedlichen Modetrends aufwartet. Da gab es Trennkost und Hormone, die im Schlaf ganz passiv das Gewicht reduzieren sollen, nun ist es das Intervallfasten, das durch Verzicht auf eine Mahlzeit Wunder bewirken soll. Wer am Abend spätestens um 20 Uhr seine letzte Mahlzeit einnimmt und dann bis zum Frühstück 12 Stunden vergehen lässt, wendet ja bereits Intervallfasten an. Es muss niemand auf das Frühstück und weitere Mahlzeiten verzichten, wenn sie seinem Energiebedarf entsprechen, aus viel Obst und Gemüse, wenig Zucker bzw. gesättigten Fetten bestehen und die Essportionen auf dem Teller einfach nicht zu groß gewählt werden. Wer also das Richtige und nicht zu viel isst, kann sein Normalgewicht ohne Geheimrezepte erreichen und auch halten. Er muss auch nicht Vegetarier oder sogar Veganer werden, wie in der Naturheilkunde oft propagiert wird, obwohl solche Personen statistisch tatsächlich seltener übergewichtig sind und zum Diabetes neigen.

Lesen Sie den vollen Artikel in

Naturheilpraxis 12/2020

Erschienen am 01. Dezember 2020