Zur Gewichtsreduktion und langfristigen Gewichtskontrolle werden Low-Carb-Diäten immer beliebter. Bei Anhängern dieser Diäten sollte jedoch dringend die Versorgung mit Mikronährstoffen im Blick behalten und gegebenenfalls supplementiert werden. Eine Metaanalyse zeigt, dass die Versorgung mit einigen Vitaminen und Mineralstoffen bei Low-Carb-Diäten deutlich zurückgeht. Das gilt insbesondere für Vitamin B1, Folsäure, Magnesium, Kalzium, Eisen und Jod. Je nach Art der Diät kann auch die Zufuhr von Vitamin A, Vitamin E und β-Carotin reduziert sein. In die Analyse wurden zehn Studien einbezogen, bei denen die Teilnehmer zwischen 4 % und 34 % der täglichen Kalorien in Form von Kohlenhydraten aufnahmen. Die Aufnahme von Vitamin B1, Folsäure, Magnesium, Kalzium, Eisen und Jod über die Nahrung sank im Vergleich zum Studienbeginn um 10 bis 70 %. Bei Studienteilnehmern, die sich an die Atkins-Diät hielten, ging zudem die Zufuhr von Vitamin A, Vitamin E und β-Carotin zurück. Bei der Paleo-Diät erwies sich vor allem die Jodzufuhr als problematisch: Nach sechs Monaten stieg der Anteil von Probanden mit moderatem Jodmangel im Schnitt von 15 auf 73 %.

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DeutschesGesundheitsPortal. n.rpv.media/29m