Lernen im Schlaf, davon hat wohl jeder schon einmal geträumt. Zumindest das Abspeichern von neu Gelerntem während des Schlafs kann mithilfe von Düften gezielt gefördert werden. Das zeigt ein Experiment des Universitätsklinikums Freiburg und bestätigt damit vorausgegangene Studien. Dafür wurden 54 Schüler aus zwei Schulklassen gebeten, Vokabeln zu lernen, einige Tage mit und andere ohne Duftstäbchen. Die Stäbchen mit Rosenduft sollten die Schüler zu Hause während des Lernens auf ihrem Schreibtisch platzieren und nachts neben ihrem Bett. Bei Vokabeltests zeigte sich ein deutlich größerer Lernerfolg, wenn die Duftstäbchen sowohl während der Lern- als auch während der Schlafphase verwendet wurden. Eine wichtige neue Erkenntnis des Experiments ist, dass der Duft auch dann das Lernen im Schlaf verbessert, wenn er die ganze Nacht über vorhanden ist.  Bisherige Studien waren davon ausgegangen, dass der Duft nur während spezieller Schlafphasen vorhanden sein darf. Diese Phasen ließen sich nur durch aufwendige Messungen der Hirnaktivität während des Schlafs ermitteln, weshalb die lernunterstützende Wirkung von Düften bisher wenig alltagstauglich war. Nach den neuen Erkenntnissen kann jeder ganz einfach das Lernen im Schlaf fördern.