Ein gesunder Lebensstil könnte das Risiko senken, an Morbus Alzheimer zu erkranken. In zwei prospektiven Beobachtungsstudien hatten Senioren, die körperlich und geistig aktiv waren, auf Rauchen und übermäßigen Alkoholgenuss verzichteten und sich gesund ernährten, ein bis zu 60 Prozent geringeres Alzheimer-Risiko. Das ergab die Auswertung der Daten des „Chicago Health and Aging Project“ (CHAP) mit 1 845 Teilnehmern sowie des „Rush Memory and Aging Project“ (MAP) mit 520 Teilnehmern im höheren Alter. Während der mittleren Nachbeobachtungszeit von 5,8 (CHAP) bzw. 6 Jahren (MAP) wurde bei 379 beziehungsweise 229 Studienteilnehmern eine Alzheimer-Demenz diagnostiziert. Die Probanden beider Studien wurden regelmäßig zu ihrem Lebensstil befragt. Teilnehmer, die dabei vier oder alle fünf der definierten Kriterien für einen gesunden Lebensstil erfüllten, hatten ein um 60 Prozent geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken, als Teilnehmer, die keines oder nur eins der Kriterien erfüllten (Tabakverzicht, wenig Alkohol, gesunde Ernährung, regelmäßige körperliche sowie geistige Aktivität). Probanden, die zwei oder drei Kriterien erfüllten, hatten immerhin ein um 37 Prozent geringeres Erkrankungsrisiko.