Für Herzinfarktpatienten ist es wichtig, mit Hilfe der Rehabilitation den Lebensstil dauerhaft umzustellen und nicht wieder in den alten Trott zu verfallen. Nach einem Herzinfarkt sind die Patienten meist für kurze Zeit hochmotiviert ihre Risikofaktoren zu verbessern. Dazu gehören z. B. mit dem Rauchen aufzuhören, ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung. Allerdings beklagen Reha-Spezialisten, dass die Effekte der Rehabilitation bei den meisten Betroffenen nur für kurze Zeit nachwirken, sprich: sie nach wenigen Monaten wieder in die alten Muster verfallen. Eine Studie hat deshalb den Effekt von Langzeit-Präventionsprogrammen im Zuge einer kardiologischen Reha untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass langfristige intensive Präventionsprogramme – mit Schrittzählern, regelmäßigen Gruppenfortbildungen, Telefonkontakten und telemedizinischer Beobachtung – die körperliche Aktivität und Lebensqualität der Patienten dauerhaft verbessern. Durch den Einsatz von Schrittzählern und regelmäßigen Fortbildungen konnten die Patienten langfristig motiviert werden, waren deutlich aktiver als die Kontrollpatienten und hatten ein geringeres Risiko für einen erneuten Herzinfarkt.