In der Langzeittherapie von Patienten mit rheumatoider Arthritis werden häufig niedrig dosierte Glukokortikoide eingesetzt, um Schmerzen und Entzündungen zu reduzieren. Glukokortikoide, umgangssprachlich Kortison genannt, wirken immunsuppressiv, antiinflammatorisch und antiallergisch. Eine taiwanesische Studie legt jedoch nahe, dass dadurch die Knochendichte negativ beeinflusst und die Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche erhöht wird. Von den 425 Studienteilnehmern mit rheumatoider Arthritis erhielten 340 synthetische Glukokortikoide (Prednisolon) in Langzeittherapie, das heißt über mindestens einen Monat hinweg 2,5 bis 7,5 mg pro Tag. Zu Beginn und während der Behandlung wurden bei allen Probanden die Knochendichte, die Vitamin-D-Konzentration und das Parathormon (PTH) gemessen. Bei den Patienten, die Kortison erhielten, wurde im Lauf der Behandlung eine schwindende Knochendichte, außerdem eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche festgestellt. Die Krankheitsaktivität konnte durch die Glukokortikoide nicht positiv beeinflusst werden und war mit der Kontrollgruppe vergleichbar.