Schlechter Schlaf und eine zu geringe Schlafdauer gehen mit einer Reihe an negativen gesundheitlichen Folgen einher, wie einem erhöhten Risiko für Adipositas, Diabetes und kardiovaskulären Störungen. Eine Studie zeigte kürzlich, dass schlechter bzw. zu kurzer Schlaf wohl auch die Knochendichte negativ beeinflusst. Demnach haben Frauen, die nachts höchstens fünf Stunden schlafen, ein erhöhtes Osteoporoserisiko. Für die Querschnittstudie wurden Kohortendaten der Women’s Health Initiative (WHI) verwendet, insgesamt wurden die Daten von über 11 000 postmenopausalen Frauen ausgewertet. Die Forscher setzten die Angaben der Frauen zu ihrer üblichen Schlafdauer und -qualität mit der gemessenen Knochendichte in Beziehung. Eine Schlafdauer von sieben Stunden galt als Referenzwert. Frauen, die nachts höchstens fünf Stunden schliefen, hatten eine signifikant geringere Knochenmineraldichte. Osteoporose war bei ihnen an der Wirbelsäule um 28 Prozent und am Gesamtskelett sogar um 94 Prozent häufiger als in der Referenzgruppe. Absolut betrachtet waren die Frauen mit wenig Schlaf knochenmäßig ein Jahr vorgealtert. Weitere Studien müssen diese Erkenntnis bestätigen und auch männliche Probanden einbeziehen.