Schwerpunkt
Naturheilpraxis 06/2019

Kurkuma – ein Alleskönner bei chronischen Entzündungen?

Die Gelbwurz erhält derzeit viel Aufmerksamkeit durch Forschung, Hersteller, Therapeuten und Patienten. Ob sie wirklich ein Tausendsassa ist, wie das breite Wirkungsspektrum nahelegt, wird man abwarten müssen, bis weitere Erfahrungen gesammelt wurden. Der aktuelle Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Potenzial von Kurkuma bei chronischen Entzündungen ist jedenfalls recht vielversprechend. Bei aller aktuellen Begeisterung sollte man jedoch die langjährigen Erfahrungen aus der chinesischen Medizin beachten.

Ein Beitrag von Sabine Ritter
Lesezeit: ca. 9 Minuten
areeya_ann / shutterstock.com

Die Gelbwurz (Curcuma longa) gehört zu den Arzneipflanzen, in die derzeit große Hoffnungen gesetzt werden. Gibt man den Begriff „Curcuma“ bei Google ein, erhält man mehr als 24 Millionen Treffer. Zum Vergleich: Ingwer liefert „nur“ knapp 13 Millionen Ergebnisse, beim Galgant sind es weniger als 500 000, obwohl beide zur gleichen Pflanzenfamilie gehören, den Zingiberaceae. Auf der Website des Onlinehändlers Amazon werden auf 48 Seiten Kurkuma-Produkte zum Verkauf angeboten. Hier hoffen offensichtlich viele Anbieter auf ein gutes Geschäft. In den letzten beiden Jahren sind mehr als 120 wissenschaftliche Reviews zum Wirkungsspektrum von Kurkuma veröffentlicht worden – offenbar hat auch die Forschung die Gelbwurz für sich entdeckt.

Kurkuma trägt das Prädikat „Superfood“ und wird mit zahlreichen Anwendungsgebieten beworben. Sie reichen unter anderem von Krebserkrankungen über Senkung der Cholesterinwerte, Unterstützung von Leber und Gallenblase, Anregung des Stoffwechsels, Verdauungsstörungen, Gewichtsreduktion, Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Epilepsie und Depressionen bis hin zu chronischen Entzündungen wie rheumatischer Arthritis. Verwendet wird der Wurzelstock. In der traditionellen chinesischen Medizin und im Ayurveda ist er schon lange fester Bestandteil der Phytotherapie.

Lesen Sie den vollen Artikel in

Naturheilpraxis 06/2019

Erschienen am 03. Juni 2019