Den Krebs endgültig besiegen – ein vielleicht unerreichbarer Menschheitstraum: Je weiter die Schulmedizin in der Forschung vordringt, desto heterogener präsentieren sich die verschiedenen Erscheinungsformen der Krankheit.

Ein Patentrezept zur Lösung dieses Problems wird es vermutlich nicht geben können. Abstrahieren wir aber sinnvoll von den Einzelerscheinungen, eröffnen sich vorbeugende und therapeutisch begleitende Möglichkeiten, dem Risiko des „wilden Fleischs“ mit bewährten Pflanzen im Sinne einer ganzheitlichen Sorge zu begegnen. Krebs ist kein unabwendbares Schicksal. 

Organisationsformen: Der Sinn des Lebens?

Das Wesen von Krebs lässt sich verstehen, wenn wir vom gesunden Organismus ausgehend zwei verschiedene Zelltypen mit je spezifischen Aufgaben als die Organisationsform begreifen, die uns und andere Säugetiere bestimmt: Einerseits gibt es die somatischen Körperzellen, andererseits die Keimzellen. Für die Weitergabe der Gene und das Überleben der Art sind Ei- und Samenzellen entscheidend, denn nur aus ihnen können Nachkommen entstehen. Der übergeordnete Lebenszweck der somatischen Körperzellen besteht hingegen darin, die Keimzellen bestmöglich zu unterstützen und zu schützen. Das macht die somatischen Zellen weder zu nachrangigen Zellen – ohne ihr Funktionieren ist Fortpflanzung unmöglich – noch zu reinen Altruisten: Sie verfügen über alle genetischen Daten, die auch die Keimzellen enthalten. Mit dem Schutz der Keimzellen sorgen die somatischen Zellen folglich auch für das Überleben ihres eigenen genetischen Codes (1).