Arbeitnehmer, deren Einkommen abnimmt oder erheblich schwankt, erleiden in den folgenden Jahren häufiger kardiovaskuläre Erkrankungen und sterben früher, haben US-amerikanische Forscher herausgefunden. Ein Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischen Status und verschiedenen Krankheiten und der Mortalität ist mehrfach beschrieben worden. Doch erstmals haben Wissenschaftler 15 Jahre lang den Einfluss von kurz- und langfristigen Einkommensänderungen auf kardiovaskuläre Erkrankungen und Sterblichkeit überprüft. Für diese Studie nahmen sie junge Erwachsene als Probanden. Sowohl Schwankungen als auch Abnahmen des Einkommens innerhalb eines Zeitraums von 15 Jahren verdoppelten in den folgenden zehn Jahren kardiovaskuläre Erkrankungen und die Sterblichkeit. Als Ursachen werden Stress, Abnahme sozialer Kontakte und ungesunde Lebensweise wie Alkoholkonsum, Rauchen und körperliche Inaktivität aufgeführt. Autorin: Martina Schneider