Panorama
Naturheilpraxis 06/2022

Kontinuierliche Blutzuckermessung liegt im Trend

Lesezeit: ca. 1 Minute
nobeastsofierce / shutterstock.com

Bislang war der HbA1C-Wert, der den Langzeitblutzucker der zurückliegenden 8 bis 12 Wochen abbildet, bei der Blutzuckermessung ausschlaggebend. Prof. Dr. Thomas Danne vom Diabeteszentrum des Kinder- und Jugendkrankenhauses Auf der Bult in Hannover bestätigt, dass dieser Wert in Zukunft zunehmend und womöglich ganz vom Parameter „Zeit im Zielbereich“ (Time in Rage, TIR) abgelöst werden könnte. Dieser zeigt an, was tagesaktuell passiert und ist bei Typ-1-Diabetes bereits Standard. Um die TIR zu erfassen ist eine kontinuierliche Glukosemessung notwendig. Typ-2-Diabetiker verwenden diese Technik bislang nur selten. Doch sowohl sie als auch Prädiabetiker könnten davon profitieren, sind so doch Blutzuckerschwankungen leichter zu erkennen und das Verhalten entsprechend schneller anzupassen. „Sie sehen sofort, was das leckere Essen mit dem Blutzuckerspiegel macht“, kommentiert Danne. Bei beiden Diabetes-Typen sollte der Blutzuckerwert täglich etwa 17 Stunden im Zielbereich zwischen 70 mg/dl und 180 mg/dl liegen. Von der kontinuierlichen Glukosemessung profitieren die Patienten nicht nur unmittelbar. Auch für die klinische Forschung bietet sie Vorteile, denn im Rahmen von z. B. Studien zum Vergleich verschiedener Langzeitinsuline ist ein Effekt viel schneller zu sehen als über die Bestimmung des HbA1C. Und auch dies nützt letztendlich den Patienten.

Quelle

Medical Tribune. n.rpv.media/4w7

Dieser Artikel ist erschienen in

Naturheilpraxis 06/2022

Erschienen am 01. Juni 2022