Interview
Naturheilpraxis 11/2019

Komplexmittel in der Homöopathie

Homöopathische Komplexmittel werden in der Naturheilpraxis sehr häufig eingesetzt. Meist enthalten sie eine Kombination aus homöopathischen Mitteln in Tiefpotenz; es können aber auch z. B. phytotherapeutische oder spagyrische Wirkstoffe enthalten sein. Die Philosophie hinter der Komplexmittel-Homöopathie ist eine völlig andere als bei der Einzelmittel-Homöopathie.

Ein Gespräch mit Andreas Domes
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Andreas Domes ist Heilpraktiker in eigener Praxis in Mannheim. Darüber hinaus ist er als Referent zu Themen der Naturheilkunde und Komplexmittelhomöopathie bundesweit tätig. Seit Dezember 2018 ist er auch Präsident der FAKOM e. V.

Sehr geehrter Herr Domes, vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Interview. Starten wir gleich mit der ersten Frage: Was steckt denn hinter der Bezeichnung FAKOM?

Die FAKOM ist die „Fachgesellschaft für Komplexhomöopathie“ und hat zum Ziel, verschiedene Therapeutengruppen zu vereinen, zum Beispiel Ärzte, Apotheker und Heilpraktiker, aber auch Hebammen. Das höchste Ziel im deutschen Gesundheitswesen ist die echte interdisziplinäre Zusammenarbeit einzelner Berufsgruppen zum Erhalt der therapeutischen Freiheit, auch „Dualität“ genannt. Wir wollen klarer differenzieren, was Einzelmittel-Homöopathie und was eine Anwendung von Komplexmittel-Homöopathie bedeutet.

Herr Domes, können Sie bitte kurz schildern, wie es zu der FAKOM kam, wann sie gegründet wurde und wie sich die FAKOM entwickelt hat.

Die FAKOM wurde 2003 gegründet. Im Vorstand war unter anderem Kay Uwe Kämmerer. Die FAKOM wurde von ihm erfolgreich geführt, zusammen mit Herrn Doktor Herget, Karl Friedrich Liebau und Frau Peret im Vorstand. Der Sinn der Anfänge der FAKOM e. V. bestand meines Wissens unter anderem darin, gewisse Dosierungsrichtlinien zu definieren. Es wurden Studiendaten verarbeitet und weitere Daten gesammelt. Es ging des weiteren letztlich auch um die heutigen Ziele, die sich nur minimal verändert haben. Die FAKOM wurde 2008 wieder aufgelöst, oder besser gesagt, sie stand kurz davor, aufgelöst zu werden und wurde seinerzeit von Herrn Doktor Wollmann übernommen, der in seiner Amtszeit einige Studien veröffentlicht hat. Er trat dann aufgrund familiärer und beruflicher Veränderungen zurück, sodass ich mich dann der Arbeit der FAKOM im Dezember 2018 angenommen habe. Ich habe seitdem ein Netzwerk aus ca. 100 aktiven und 13 Fördermitgliedern erstellen können, was in Anbetracht der Kürze der Zeit das allgemeine Interesse am Thema Komplexmittel deutlich macht.

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Naturheilpraxis 11/2019

Erschienen am 04. November 2019