Komplementäre Heilverfahren haben einen hohen Stellenwert in der Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Ziel ist, die klassischen Medikamente mit starken Nebenwirkungen so weit wie möglich zu reduzieren, um dadurch die Lebensqualität zu verbessern und Folgeschäden der klassischen Medikation zu minimieren.

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen gehören zu den Erkrankungen des sogenannten rheumatischen Formenkreises. Zu ihnen zählen unter anderen die rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) und der Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans).
Die Ursachen von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sind noch nicht vollständig geklärt. Ihnen liegt ein Autoimmungeschehen zugrunde, bei dem es zu entzündlichen Reaktionen kommt. Im Falle der chronischen Polyarthritis betrifft die entzündliche Autoimmunreaktion vorwiegend die Gelenkinnenhaut der Finger- und Handgelenke, kann aber auch an anderen Gelenken vorkommen. Beim Morbus Bechterew sind vorwiegend die Bänder der Wirbelsäule betroffen.