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Alzheimer ist durch den zunehmenden Verlust kognitiver Leistungen gekennzeichnet und kann derzeit nicht geheilt werden. „Die Alzheimer-Krankheit stellt unter den neurodegenerativen Erkrankungen die häufigste Demenzform der älteren Bevölkerung dar. Weltweit sind davon derzeit ca. 50 Millionen Menschen betroffen“, erklärt Prof. Dr. habil. Marcus Grimm, Studiengangsleiter im Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und -beratung am Campus Rheinland in Leverkusen. Tendenz steigend. Umso wichtiger ist die Entwicklung präventiver ernährungstherapeutischer Ansätze. In der kürzlich erschienenen Studie „Medium-Chain Length Fatty Acids Enhance Aβ Degradation by Affecting Insulin-Degrading Enzyme“ von Prof. Grimm und Kollegen konnte gezeigt werden, dass mittelkettige Fettsäuren, wie sie z. B. in Kokosnussöl vorkommen, einen wichtigen Baustein zur Prävention der Alzheimer-Erkrankung darstellen könnten. „Insulin-Degrading Enzyme“ (IDE), ein eiweißspaltendes Enzym, wird durch Kokosnussöl in seiner Aktivität gesteigert. Zu den wichtigsten Gewebeveränderungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten zählen die „senilen“ Plaques – Proteinablagerungen, die aus dem Eiweiß Aβ-Peptid bestehen. Mäuse, die eine kokosölreiche Diät erhielten, wiesen einen gesteigerten Aβ-Abbau auf. Klinische Studien müssen nun den therapeutischen Nutzen noch belegen.

Quelle

DeutschesGesundheitsportal. n.rpv.media/4gv

Dieser Artikel ist erschienen in

Naturheilpraxis 03/2022

Erschienen am 01. März 2022