Wissenschaftler aus der Schweiz und aus Japan kamen nach gemeinsamer Auswertung von 80 randomisierten, kontrollierten Studien zu dem Ergebnis, dass neben Ausdauersport, Krafttraining oder deren Kombination vor allem koordinativ anspruchsvolle Sportarten die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern. Besonders ausgeprägt zeigte sich der Effekt in der kognitiven Aufbauphase während der Kindheit sowie im Alter durch eine Verlangsamung der kognitiven Abbauprozesse. Dabei profitieren Jungen und Männer offensichtlich stärker von einer intensiven sportlichen Betätigung als Frauen – insbesondere, wenn sie über einen längeren Zeitraum regelmäßig aktiv sind. Für Mädchen und Frauen scheint dagegen geringe bis mittlere Trainingsintensität von Vorteil zu sein. Welche Sportart ausgeübt wurde, hatte den Forschern zufolge keinen signifikanten Einfluss auf die kognitive Leistungsfähigkeit. Relevant war lediglich, dass sie die Koordination förderte. Weiterhin wirkt sich eine längere Dauer der einzelnen Trainingseinheiten nach aktuellem Stand der Erkenntnisse erst im Lauf der Zeit günstig aus. Autorin: Sabine Ritter