Schwerpunkt
Naturheilpraxis 12/2019

Kleine Kulturgeschichte der Rosskastanie

Sie wird bei Veneninsuffizienz und Krampfadern eingesetzt: die Rosskastanie. Dank entzündungshemmender und venenstärkender Eigenschaften kommt sie auch bei Geschwüren, Hämorrhoiden und Rheuma zum Einsatz. Präparate aus Rosskastaniensamen gibt es sowohl zur innerlichen als auch zur äußerlichen Anwendung. Aber wie kam diese Heilpflanze zu uns?

Ein Beitrag von Bernd Hertling
Lesezeit: ca. 9 Minuten

Obwohl sie Kerzen trägt, ist die Rosskastanie kein Christbaum und zum solchen auch nicht geeignet. Allerdings kann man versuchen, ihre Zweige als Barbarazweige zu verwenden. Wenn es klappt, wird sich zwar kein Blühprozess einstellen, doch der Blattentfaltungsprozess ist von atemberaubender Zartheit und Schönheit.

Woher kommt sie?

Der Anblick der majestätischen Rosskastanie, die wir meist in öffentlichen Grünanlagen, Gärten und Parks vorfinden, hat vor allem in der Blühphase viel Reizvolles, und man denkt, dieser Baum gehöre „sowieso dazu“. Doch dem ist nicht so.

Gleich vorweg: Aus dem Altertum ist nichts über die Rosskastanie bekannt, die griechischen und römischen Naturkundler kannten sie offenbar nicht. Und das, obwohl sie aus einem der Kernländer des Römischen Reiches stammt, aus Illyrien, also dem südlichen Balkan. Das heutige Mazedonien, die griechische Provinz Nordmazedonien und Albanien sind ihre Urheimat. Anders als unsere Rotbuche, die sich langsam aber sicher vom Alpenrand in den Norden Deutschlands ausbreitete und weiter ausbreitet, verhielt sich die Rosskastanie nicht als Baum invasiv, sondern auf besondere Art und Weise taten dies ihre Samen. Doch bevor wir untersuchen, wie sie zu uns kam, erst noch ein Namensexkurs.

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Naturheilpraxis 12/2019

Erschienen am 02. Dezember 2019